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015. Nikolas

  n.janke@mini-bs.de

D 27711 Scharmbeckstotel

   

Automobile Mini-Geschichte. Der erste Mini muß ein Mini sein. Gibt es auch noch andere Fahrzeuge ? Tief vom Virus infiziert wurde 1989 der erste Mini angeschafft, ein '80er Mini 850 - Import. Die paar Tage Fahrspaß beendete ein BMW abrupt. Konnte uns BMW schon damals nicht leiden ? Aus purer Verzweiflung folgte ein 73er Mini 1000 für 250,00 DM, per Anhieb wurde dieser getüvt und fiel auch erst nach zwei Jahren auseinander. So kam es zur ©Brigitte©:

'79er Mini Special 1100
©Brigitte-Mini©
Leyland (GB)

In Ausgabe 13, wir schreiben das Jahr 1979, präsentiert die Zeitschrift "Brigitte" eine vierteilige Rätsel Sommerserie. Als Hauptgewinn locken 30 nagelneue Mini 1100 Special. Hierfür wurde speziell eine limitierte Sonderserie aufgelegt, ein Mini in beige-braun-metallic. Experten nennen diese Farbe "Royal Oyster", mit beige-braunen Sitzen, einem Holzarmaturenbrett sowie dem Schriftzug ©Brigitte-Mini© an beiden Seiten, ...man achte auf die Herzchen. Ganz im Look der 70er Jahre !

Die Minis wurden in einer Auflage von 530 Stück von British Leyland für Brigitte hergestellt: 30 Exemplare werden verlost, 500 Stück kann man über die Zeitschrift erwerben. Der besondere Clou: Beim Kauf erhält man ein Jahr Mitgliedschaft beim ADAC sowie ein Jahresabo der "Brigitte-Zeitung" gratis.

Nikolas erwarb seine "Brigitte" 1992 mit lediglich einem Monat TÜV. Die Tatsache, daß es sich hierbei um ein "Mädchen von der Straße" handelt störte nicht. Er verliebt sich sofort in seine Brigitte, überzeugt davon, sie nicht nur über den anstehenden TÜV zu retten, sondern noch viele Jahre mit ihr zu verbringen.

Noch zum jetzigen Zeitpunkt befindet sich Brigitte nahezu im Originalzustand. An Kilometern sind weit über 200.000 auf ihrem Tacho abzulesen. Bis 2001 wurde Brigitte 360 Tage im Jahr für den Langstreckeneinsatz genutzt. Somit verzeiht man ihr auch einige Schrammen und Blessuren, die sie sich im Laufe der Zeit zugezogen hat.

Und was wird nun mit der Brigitte ? Es kommt der Tag, an dem man 65 Jahre alt ist, zu viel Geld und Freizeit hat (...ja ja ja, auch ich zweifel an meiner eigenen Theorie...) und dann wird das Brigittchen aus ihrer mollig warmen Hallenecke geholt und wieder schickgemacht. Goldfarbene Fahrzeuge mit sexy beige-brauner Innenausstattung und schokoladenbraunen Teppichen, so etwas bekommt man heutzutage ja ü-b-e-r-h-a-u-p-t nicht mehr. Noch nicht einmal auf Kundenwunsch :o)

niksbrigitte.jpg (21561 Byte)

'67er Riley Elf MK III
 
Riley (GB)

Sie sollten die Rolls Royce auf Basis des Mini darstellen. Die Rede ist von den Riley Elf, bzw. Wolseley Hornet aus dem Hause BMC. Als auffälligstes Augenmerk besitzen diese Modelle eine Ihren Vorfahren ähnelnde Frontmaske sowie einen "richtigen" Kofferraum - der sich auch so nennen darf. Eine (...verglichen mit dem Basismodell des Mini) luxuriöse Innenausstattung bestehend aus Ledersitzen, Teppich und einer stärkere Motorisierung verhalfen den Riley und Wolseley zu ihrem Erfolg.

Bereits 1967 präsentierte Riley den 1.000ccm-Motor, innenliegenden Scharniere sowie den HS4-Vergaser. Serienmäßige Mini wurden zum selben Zeitpunkt noch immer mit 850er Motörchen, außenliegenden Scharnieren und HS2-Vergasern bestückt.

Von Spöttern platonisch als "Badge Engineering" abgetan finden diese Modelle, von denen zwischen August 1962 und August 1969 immerhin fast 60.000 Fahrzeuge vom Band liefen, dennoch ihren Freundeskreis.

Einer der überzeugter Riley-Elf-Fahrer ist Nikolas. Nikolas erstand seine "Elfe" im September 1995. Die Vorbesitzerin ließ die Elfe 1993 aus England importieren. Eigene Pläne, in die USA auszuwandern, waren der Grund für den Verkauf. Bewußt der Tatsache, daß "Chryss", so wurde sie feierlich getauft, zwar komplett jedoch überholungsbedürftig sei, folgte zwischen 1997 und 1998 die unumgängliche Restaurierung.

Seit diesem Zeitpunkt wird Chryss lediglich im Sommer bewegt. Um die Strapazen künftiger Mini-Treffen angenehmer zu überstehen (...nicht nur Mini, auch Besitzer werden älter) folgte im August 1999 ein ‘62er Eriba Puck als Wohnwagen. Mit diesem klassischen Gespann geht es zukünftig auf Reisen.

Mvc-002.jpg (53486 Byte)

'93er Rover Cooper 1.3i
 
Rover (GB)

Alle guten Dinge sind bekanntermaßen "Drei" und somit fehlte eindeutig ein weiterer Mini in der persönliches Sammlung. Die Schrauberhalle kurz ausgemessen: Nja, paßt, genug Platz für ein weiteres kleines Auto ist vorhanden. Wir begrüßen an dieser Stelle ganz herzlich "Gwendoline" in der Sammlung :o)

Gwendi ist ein 93er Rover Cooper 1.3i. Und da klassisch angesagt ist, wurden bereits sämtlich mattschwarzen Kunststoffteile gegen die verchromte Varianten ausgetauscht, eine Spaghetti-Cooper Scheibenbremsanlage installiert und das gute Stück auf creme-farbene Dunlop-Stahlfelgen mit 165er gestellt. So sieht das Ganze vernünftig aus und damit auch der Fahrspaß nicht zu kurz kommt, wurde der vordere Hilfsrahmen starr verbaut. Wer kam bei Rover eigentlich auf die Idee, diese vermasseldeiten Hausfrauengummi einzubauen ? Glasklar natürlich, daß für die bessere Optik auch die Stinktierstreifen verschwinden durften.

Seit 2001 wird Gwendi lediglich im Sommer bewegt. Englisches Blech und deutsche Winterlandschaften sind nicht sonderlich kompatibel, ...durfte man in der Vergangenheit lernen (...siehe oben).

Pläne. Ganz lieb behandelt wird die Kleine und geplant ist ein Umbau auf Schnauzbartnase und MK I-Heck. Sprich, die derzeitige 70er-Jahre-Optik nochmals um 10 Jahre nach hinten zu ziehen. Die passende Lackierung ist bereits ausgesucht und kann ab 2008 genau an dieser Stelle bewundert werden. Immer ruhig mit den jungen Pferden ist die Devise. Ach ja, den kleinen Pucki ziehen, das klappt auch mit Gwendi, wie die Bilder beweisen.

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