zurück

Impressionen Malta 2006.
April 2006, erneut ist die Insel Malta Reiseziel für Susanne und Nikolas. Der Flug wurde eher spontan als überlegt gebucht, endlich zurück auf den schönsten Steinhaufen des Mittelmeeres.
   
April 2006
 

April 2006. Während in Deutschland weiterhin frostige „bis plus 10°C max“ herrschen, begeben sich Susanne und Nikolas auf die wilden Inseln Malta und Gozo. Ein Jahr ist es her, daß wir zuletzt einen Besuch abgestattet haben. Doch was hat sich in diesem Jahr alles geändert ? Zunächst werden wir ganz herzlich von Pablo Vassallo vom „Malta Mini Club“ empfangen. Perfekt.

Malta ist zwischenzeitig ein vollwertiges Mitglied der „Europäischen Union“, mit Ausnahme der Währung. Offiziell gilt die „Maltesische Lira“ als Zahlungsmittel. Man darf jedoch nicht verwundert sein, wenn man als Tourist erkannt und nach „Maltese Pound“ gefragt wird. Besagtes Pfund war bis Anfang 1973 in Gebrauch und hält sich vorwiegend im englischen Sprachgebrauch hartnäckig.

(...auf der anderen Seite hat Malta das „dezimale System“ erst 1972 akzeptiert. Bis zu jenem Zeitpunkt war es üblich, in „1/3 Coins“ (Drittelmünzen) zu bezahlen. Eine echte Erleichterung brachte 1974 die „1/4el Münze“, die sich metrisch als 25 Cents darstellen läßt...)

Da wir uns gerade beim metrischen System befinden: Die Damen und Herren aus Bruxelles fordern mitunter komische Regelungen. Zum Beispiel gibt es seit Neuestem „Traffic Signs“, damit sich auch die dusseligen Touristen (....damit bin jetzt ich persönlich gemeint...) zurechtfinden. Schön, wenn man z. B, noch solche Schilder zu Gesicht bekommt:

  .....die große Preisfrage lautet: Wer oder was darf hier nicht durch ? Oder: Was sollte hier ursprünglich durch, bzw. ab wann gilt rechts vor links ??? :o)

PS: Die Einführung des "50er-Schildes" zwecks "offizieller" Geschwindigkeitsbeschränkung binnen Ortschaften war nicht sonderlich erfolgreich: Die Malteser waren sich einig, daß es sich hierbei bestimmt (...) um "mph" (!!) handeln müsse und erhöhten ihre Geschwindigkeit. Jetzt werden per Hand zusätzlich die Buchstaben "km/h" auf die einzelnen Schilder gepinselt.

Seit wenigen Monaten gibt es das erste Museum für historische Automobile auf Malta: das Malta Classic Car Museum in Qawra. Ein Zeichen der Zeit ? Antwort: Die Erfüllung eines Traumes ! Der Mann, der diesen Traum träumt, nennt sich Carol Galea und hat mit der Eröffnung seinen Kindheitstraum wahr werden lassen. Sämtliche Klassiker befinden sich im Privatbesitz und man wird äußerst freundlich begrüßt. Sehr zu empfehlen: Im Foyer gibt es Cappuccino. Zu sehen gibt es vorwiegend italienische als auch englische Automobilbaukunst, sowie zahlreiche Spielzeugmodelle und Werbung, Grafiken, Zeitschriftenschnipsel aus vergangenen Epochen.

Was uns besonders freut: Bereits am Eingang wird man von einem Mini begrüßt. Im Inneren erwarten uns seine Kollegen, ein Austin Cooper S MKII sowie ein Pick-up im Ambiente der 60iger. Der Cooper ist derzeit zwar mit einem Metro-Motor versehen, der originale Motor parkt jedoch "fertig zum Einbau" unmittelbar daneben.

Malta Classic Car Museum in Qawra, St. Paul's Bay, Malta. Ein Mini steht stilbewußt zum Empfang bereit, im Showroom erwarten uns etliche Klassiker, unser Herz schlägt für Mini Pick-up, Cooper MK II und für die Spielzeugmodelle.

Kommen wir zu den Aktionen im Mini und zur „Treasurehunt“! Der „Malta Mini Club“ wurden von den "klassischen VW-Freunden" zu dieser Veranstaltung eingeladen. Es galt, unterschiedliche Fragen zu beantworten und aus diesem Grunde mußte man unter Zeitdruck kreuz und quer über die Insel hetzen. Wer glaubt, selber (!) Autofahren auf Malta sei spannend, ...der möge einmal in seinem Leben Beifahrer eines Einheimischen sein !!!

Auf der Insel einem Schatz hinterherjagen: Pablo ist unser Pilot und wir bewundern die Klassiker vor Ort: Im Bild einer der letzten auf Malta produzierten und noch überlebenden Mini (zu erkennen am St. Georgs-Kreuz auf dem Dreiecksblech). Das rosa Haus beachten wir an dieser Stelle nicht weiter. Was nicht fehlen darf, das ist der klassische MKI-Cooper.

Unser Pilot heißt Pablo, gestartet wurde in einem 1994er Rover Mini. Der Fragebogen war auf Maltesisch geschrieben, so daß wir begeistert beobachten konnten, wie man unter Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit neben dem Bremsen, Lenken und Hupen zudem während der Fahrt lesen, schreiben und telefonieren kann. Susanne und ich waren überzeugt: „...die machen so etwas häufiger, die wissen schon was die da tun...“ (*aaaaahhhhh*!!!)

Luft holen, ...und in ruhiger Minute automobiles Kulturgut einfangen. Die wunderschönen Busse der 70iger, 60iger und teilweise 50iger Jahren sind vom Aussterben bedroht. Alltagsklassiker privater Nutzung findet man immer seltener auf den Straßen. Es wird zusehend schwieriger, einen Alltagsklassiker auf den Straßen zu halten. Die folgenden Fotos sind auf Malta als auch auf der Nachbarinsel Gozo geknipst worden. Abgesehen davon, daß die maltesische Bevölkerung absolut herzlich ist, ihre Automobile sind es ebenso. Bitte liebes Oberstraßenverkehrsamt in Bruxelles, ...kneift ein Auge zu. Nur mir zur Liebe.

Austin Cambridge - wunderwunderschön, Triumph Herald...

ein früher 70iger Jahre Mini MK III (...eines Morgens geparkt vor unserem Hotel. Man genießt unbekümmert "baked beans, bacon, eggs, grapefruit juice and sausages" und plötzlich so etwas !!!). Ein paar Meilen vom morgendlichen Geschehen entfernt: ein Bedford CA (...im täglichen Einsatz eines Handwerkbetriebes, geparkt in Mdina, zwecks Restaurierung einer der zahlreichen Kathedralen auf der Insel)

Sunbeam Tiger. Bis dato kannte ich diesen lediglich durch einen Bericht der "Oldtimer-Markt", hier zum ersten Mal "live und und Farbe". Bild rechts: Ein Triumph Herald (?), I'm not sure...

Und ebenso stilvoll, wie der Urlaub begonnen hatte, soll dieser Bericht enden. Ein großes MERCI geht an Holger für den Shuttleservice zum Flughafen Hamburg in seinem lindgrünen /8 !!!

Der Traum aller Sternenkreuzer für landwirtschaftliche Jungunternehmer: Strich Acht !!! Geparkt wird in der Taxireihe, der Stern auf der Haube klärt die Nebensächlichkeiten :o)

Thank you very much Malta, ...for your hospitality and for being one of the most fascinating islands in the Mediterranean Sea !!! Thanks to Ruth and Pablo from "Malta Mini Club" for keeping contact and for being really good friends ! Hope to see you soon :o)

zurück