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13. Mini-Treffen der Mini Scene Unterfranken

 

Stadtlauringen (Unterfranken). Wie auch im vergangenen Jahr begeben wir uns auf die abenteuerliche Reise in den sonnigen Süden, das Treffen der Mini Scene Unterfranken lockt uns an. Wir, das sind Maja, Nicolai (...Grænseegnens Mini Club Danmark...) und meine Wenigkeit.

Das Teilnehmerfeld: Dänemark startet in einem ‘93er British Open 1.3i, ich konter mit Riley Elf und angekoppelter „Wohnstube à la Puck.“ Vom Prinzip her vollkommen überflüssig, wie sich später noch herausstellen wird.

Nun habe ich mit Treffen auf der südlichen Halbkugel meine persönlichen Problemchen: Mini Treffen Unterfranken bedeutete 2000 ein neues Radlager und Kühler, das vergangene Puck-Treffen in Heilbronn eine abgerissene Antriebswelle.

Freitag, 6. Juli 2001, wir liegen gut in der nordeuropäischen Zeitrechnung: 11:55 Uhr. Man nähert sich Göttingen. Letzte Tankstelle vor Landesgrenze. Parallel zum Verkehr steigt auch meine Temperaturanzeige seit Seesen kontinuierlich. Die Kasseler Berge bereits in Sichtweite. Bei strahlendem Sonnenschein steigt plötzlich Nebel auf, und zwar auf 45° Backbord (...bedeutet für Landratten: „vorne links“...). Anhalten und geschätzt „three pint of water“ nachfüllen, durchatmen, weiterblasen.

Durchgeblasen dann bis zum eigentlichen Rasthof, ...und zwar besagte „three pint of water“ von eben: Haube auf, unmittelbar neben der Kopfdichtung sitzt eine kleines Männchen mit rotem Kopf und wirbelt verzweifelt mit einer kleinen weißen Flagge, Feierabend Chryssta.

Mein Blick geht in Richtung Nicolais' British Open (...hätte ich mich am heutigen Morgen vor Abfahrt mit Witzen über 12" Minis doch besser zurückhalten sollen ?!?) und zu einem hübsch in gelb lackiertem Fahrzeug deutscher Herkunft, praktisch versehen mit Abschlepphaken und lustigen gelben Lampen auf dem Dach.

Immerhin bis Göttingen, denke ich mir in meinem jugendlichen Leichtsinn als wir zu dritt den ADAC Pannenhof wenige viertel Stunden später wieder verlassen. Inklusive unseres Gepäcks sieht der British Open ab jetzt aus wie ein Polski-Fiat kurz nach Grenzöffnung auf dem Weg nach Mauretanien.

Ankunft bei den Unterfranken. Man wird bereits erwartet, ist man doch unterwegs beobachtet worden. Rita fragt noch freundlich, was ich für das WoEnde benötige, just in diesem Moment hebe ich links ein Kissen und mit der rechten Hand eine Decke hoch, direkte Antwort meinerseits: "...den Rest, wenn es keine Umstände bereitet..."

In Windeseile wird herbeigeschafft, was ein mitten in der Pampa verlorener "Saupreuß" benötigt: Zelt, Lumatra, Isomatte und zahlreiche Mini (...ca. 120, gell ?!?). Ein Bierstand ist bereits vorhanden, muß nicht extra organisiert werden. Perfekt.

Zum Treffen: Gekonnt und mit viel Liebe von der Mini Scene Unterfranken organisiert. Absolute Low-Budget-Preise für die leibliche Versorgung und das bei spitzenmäßiger Qualität. Flensburger Hefeweizen fehlte (...Importschwierigkeiten ?!?), der Rest war vorhanden.

Das Frühstück in gewohnter Manie verschlafen, dafür zum ersten Mal die Ausfahrt mitbekommen. An dieser Stelle eine Rüge an den Veranstalter: Die umliegenden Einheimischen waren nicht ausreichend informiert so daß man noch vereinzelt Gestalten bei der berühmten - und für uns Nordlichter immer wieder faszinierenden - Kehrwoche beschäftigt sehen konnte. Das Frankenland war bei Besichtigung noch nicht (!!!) 100%ig staubfrei und besenrein...

 Das Wetter, nun ja, man merkte halt, daß Mini-IG-Hamburg ebenfalls anwesend war.

Den Abend sehr nett am Lagerfeuer verbracht. Professionell begleitet durch einen nicht professionellen Klampfenspieler. Mitten im Dunkeln zupfte er die Seiten, seine Notenblätter beim besten Willen kaum noch erkennend. Wie auch, hatten wir doch diese vorzeitig gegen ein ausgelesenes Fix-und-Foxi-Heft getauscht. Musikwahl und Stimme jedenfalls erstklassig. Im kommenden Jahr weiter so !!!

Die Rücktour gestaltete sich problemlos. Auch vice-versa erklomm der dänische Einspritzer die Kasseler Berge problemlos. Nicolai als Pilot souverän am Steuer, besonders bergab. Höhe Göttingen kurz eine Träne gedrückt. Die danske Fünf-Länder-Tour via Braunschweig endete erst 13 Stunden später und kurz vor Mitternacht. Starke Leistung.

Das Fazit: Nächstes Jahr Unterfranken erneut mit ADAC !!! Zelt vorhanden, Versorgung vorhanden, genügend Minis vorhanden, ...besser geht es nicht !!!

Übrigens, Rita, vielen Dank noch für das Zusenden des „Schweinfurter Tageblattes“ zwecks Artikelstudie. Das nenne ich Kundenservice :o)

 Nikolas F. Janke

Mini Löwen Braunschweig